Redaktionskodex / Arbeitsregeln
Grundsätze der Redaktion
Ein Vergleichsportal verdient Vertrauen nicht durch laute Zusagen, sondern durch eine erkennbare Arbeitsweise. Dieser Kodex beschreibt, wie PlayComparePro Inhalte auswählt, Grenzen markiert, Korrekturen bearbeitet und redaktionelle Entscheidungen von kommerziellen Interessen trennt.
Die Regeln gelten für die Arbeitsfläche, die erklärenden Seiten und die Kontaktbearbeitung. Sie sind eine öffentliche Selbstbindung, keine behördliche Zertifizierung und kein Beweis dafür, dass jede Aussage fehlerfrei ist.
Der Ablauf hinter einem Text
- Scope prüfen: Jede Aufgabe muss in den Bereich sachlicher Entscheidungshilfe für nicht-glücksspielbezogene Plattformmodelle passen.
- Frage präzisieren: Die Redaktion benennt Nutzung, Gerät, Zeitpunkt und den konkreten Begriff, der erklärt werden soll.
- Quellen ordnen: Primärinformationen, eigene Beobachtung und Kontext werden getrennt gehalten und nicht als einheitliche Tatsache ausgegeben.
- Gegenargument suchen: Eine positive Eigenschaft wird auf ihre Bedingungen und ihre mögliche Einschränkung geprüft.
- Sprache kontrollieren: Formulierungen mit Superlativen, künstlicher Dringlichkeit oder pauschalem Sicherheitsversprechen werden verworfen.
- Änderung markieren: Nach einer Korrektur oder größeren Aktualisierung wird der Anlass im Änderungsprotokoll nachvollziehbar gemacht.
Unabhängigkeit und kommerzielle Trennung
PlayComparePro veröffentlicht keine bezahlten Platzierungen und nimmt keine Vergütung dafür an, dass ein Modell in der Tabelle sichtbar wird. Es gibt keine Affiliate-Links, keine Bonusbotschaften und keine redaktionelle Sprache, die eine Kaufhandlung erzwingen soll. Ein externer Verweis darf nur dann erscheinen, wenn er dem Verständnis einer Quelle oder einer Kontaktmöglichkeit dient.
Kommerzielle Interessen sind nicht schon deshalb unsichtbar, weil sie nicht im Text erwähnt werden. Deshalb wird die Trennung strukturell gehalten: Die Website enthält keine Werbenetzwerke, keine Analysepixel und keine bezahlte Ranglogik. Sollte sich das Modell ändern, muss der Hinweis vor einer entsprechenden Veröffentlichung angepasst werden.
Eine klare Grenze ist redaktioneller Inhalt: Wenn eine Aussage nur durch Übertreibung attraktiv wirkt, ist sie für dieses Portal nicht geeignet.
Quellen und Sprache
Quellen werden nach Nähe zum Gegenstand, Aktualität und Nachprüfbarkeit behandelt. Eine Hilfe-Seite kann einen Ablauf erklären, ein Marketingtext kann eine Selbstdarstellung zeigen und eine Datenschutzinformation kann Zwecke und Empfänger nennen. Keine dieser Textsorten darf stillschweigend für eine andere ausgegeben werden.
Die Sprache richtet sich an erwachsene Lesende in Deutschland und verwendet das formelle „Sie“. Sie soll weder technisch einschüchtern noch künstlich vereinfachen. Unklare Begriffe werden erklärt, aber nicht durch neue Werbewörter ersetzt. Auch die Grenze einer Aussage gehört in den Text, wenn sie für eine Entscheidung relevant ist.
Korrekturen sind Teil des Inhalts
Eine Korrekturmeldung sollte den betroffenen Satz, die konkrete Quelle und den Zeitpunkt nennen. Wir prüfen den Hinweis inhaltlich und entscheiden nicht danach, wer ihn schickt. Eine Änderung kann eine falsche Tatsache, eine veraltete Beschreibung, eine missverständliche Gewichtung oder einen fehlenden Vorbehalt betreffen.
Nicht jeder Widerspruch ist ein redaktioneller Fehler. Ein Anbieter kann eine Funktion anders beschreiben als eine Nutzerin sie erlebt; eine Version kann sich zwischen zwei Zeitpunkten verändert haben. In solchen Fällen wird die Differenz erklärt, statt die abweichende Erfahrung abzuwerten.
Offenlegung und respektvolle Zusammenarbeit
Keine versteckte Empfehlung
Modelle werden als Archetypen beschrieben. Es gibt keine Siegerposition, keine Sterne und keine Rangfolge, die eine Entscheidung vorwegnimmt.
Keine erfundenen Stimmen
PlayComparePro nutzt keine Testimonials, Avatare, Partnerlogos oder Zahlen, die eine Reichweite vortäuschen.
Kein Druck
Hinweise sollen eine ruhige Prüfung ermöglichen. Dringlichkeit, künstliche Verknappung und alarmistische Sprache gehören nicht zum Konzept.
Respekt für Rückmeldungen
Hinweise werden sachlich beantwortet, auch wenn sie eine Formulierung oder eine redaktionelle Entscheidung kritisieren.
Barrierearm denken
Semantische Struktur, sichtbarer Fokus, verständliche Labels und reduzierte Bewegung sind Qualitätsmerkmale des Publizierens.
Änderungen zeigen
Das Änderungsprotokoll macht sichtbar, wann ein Feld nachgeschärft oder ein Vorbehalt ergänzt wurde.
Verantwortung in einem größeren Rahmen
Die redaktionelle Haltung orientiert sich an einem einfachen Grundsatz: Eine Zielseite muss für die Lesenden nützlich, erreichbar und wahrheitsgemäß sein. Dazu gehört auch, manipulative Muster zu vermeiden. Die Google-Übersicht zu Werberichtlinien ist eine externe Referenz für Transparenz und verbotene Täuschung; sie ist keine Bestätigung oder Prüfung dieser Website.
Für PlayComparePro bedeutet das praktisch: keine versteckten Ziele, kein Umschalten des Inhalts nach Herkunft, keine künstlich erzeugten Bewertungen und keine technische Hürde, die den Weg zur Information verschleiert. Redaktionelle Eigenständigkeit zeigt sich nicht nur in der Wortwahl, sondern auch in Navigation, Formularen und Datenhinweisen.
Wie werden kommerzielle Anfragen behandelt?
Eine Anfrage kann an die allgemeine Kontaktadresse gestellt werden. Sie ändert keine redaktionelle Einordnung und wird nicht als Gegenleistung für Sichtbarkeit behandelt.
Was wird bei einem Interessenkonflikt getan?
Der Konflikt wird offengelegt, die betreffende Aussage wird pausiert oder ohne die betroffene Verbindung neu geprüft. Eine unklare Lage ist ein Grund für Zurückhaltung.
Was heißt Barrierearmut in der Redaktion?
Texte werden gegliedert, Bedienelemente beschriftet und Zustände nicht allein farblich vermittelt. Rückmeldungen zur Zugänglichkeit sind Korrekturhinweise und keine Nebenfrage.
Was dieser Kodex nicht verspricht
Kein Regelwerk verhindert jede Fehleinschätzung. Externe Angebote verändern sich, Quellen können unvollständig sein und eine redaktionelle Beobachtung bleibt begrenzt. Der Kodex verpflichtet daher zur Nachbesserung, nicht zu einer Unfehlbarkeitsbehauptung. Wer eine Unstimmigkeit findet, kann sie an [email protected] senden.
